Projekte

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Gemeinsam Ziele erreichen

An dieser Stelle finden Sie einen Überblick der Projekte, an denen sich die GSG beteiligt hat.

e-med ppp

Kon­sor­ti­al­füh­rer im Forschungs- und Ent­wick­lungs­pro­jekt „Elek­tro­ni­sche Op­ti­mie­rung der Wert­schöp­fungs­ket­ten in Kran­ken­häu­sern: e-Procurement Pro­zesse und Pa­ti­en­ten­si­cher­heit“.

Pro­blem­stel­lung

  • Die lo­gis­ti­sche Kette in den Kran­ken­häu­sern zur Ver­sor­gung von Pa­ti­en­ten mit Me­di­ka­men­ten und me­di­zi­ni­schem Ver­brauchs­ma­te­rial ist durch eine un­zu­rei­chende In­te­gra­tion der be­tei­lig­ten Ak­teure und Sys­teme be­stimmt. Weit­ge­hend wird in den Kran­ken­häu­sern mit pro­prie­tä­ren Sys­te­men, Software- Lö­sun­gen und Pro­zes­sen ge­ar­bei­tet. Auf­wän­dige Par­al­lel­pro­zesse füh­ren zu Feh­ler­ra­ten.
  • Es be­steht im All­ge­mei­nen keine kos­ten­trä­ger­be­zo­gene Ver­brauchs­zu­ord­nung, was wie­derum die wirt­schaft­li­che Ana­lyse und da­mit eine be­triebs­wirt­schaft­li­che Steue­rung er­schwert.
  • Die Qua­li­täts­si­che­rung in der Arz­nei­mit­tel­ver­ord­nung ist eben­falls un­zu­rei­chend. Es feh­len stan­dar­di­sierte Kenn­zeich­nungs­ver­fah­ren, so­wie stan­dar­di­sierte Ver­fah­ren der Entnahme- und Vergabe-Messung. Not­wen­dige In­for­ma­tio­nen zu den Arz­nei­mit­teln sind für den Arzt zum Ver­ord­nungs­zeit­punkt nur un­zu­rei­chend ver­füg­bar. Da­mit steigt das Ri­siko von ver­meid­ba­ren Fehl­me­di­ka­tio­nen und es ent­ste­hen un­nö­tige Ri­si­ken für die Si­cher­heit des Pa­ti­en­ten auf­grund fal­scher Me­di­ka­tio­nen. Kos­ten­trei­bend wir­ken Ver­fall und Schwund von Me­di­ka­men­ten.

Lö­sung

  • Im Kern soll die Be­stands­füh­rung im Kran­ken­haus bei La­ger­ent­nah­men in Ab­hän­gig­keit vom Wa­ren­durch­lauf an den Ein­kauf, das Zen­tral­la­ger und den Lie­fe­ran­ten so­wie die pa­ti­en­ten­in­di­vi­du­elle Zu­ord­nung von Me­di­kal­pro­duk­ten und Me­di­ka­men­ten mit au­to­ma­ti­scher Da­ten­über­mitt­lung er­fol­gen.
  • Mit dem Ein­satz von stan­dar­di­sier­ten Barcode- und au­to­ma­ti­sier­ten Identifikations-Technologien (RFID) kön­nen die lo­gis­ti­schen Pro­zesse auf den Sta­tio­nen und in den Funk­ti­ons­be­rei­chen op­ti­miert wer­den.
  • Durch den Ein­satz von elek­tro­ni­scher Ver­ord­nungs­soft­ware zur Qua­li­täts­si­che­rung der Arz­nei­mit­tel­ver­ord­nung, im Ver­bund mit ent­spre­chen­den Do­ku­men­ta­tio­nen, wird die Pa­ti­en­ten­si­cher­heit we­sent­lich er­höht. Feh­ler bei der Ver­gabe von Me­di­ka­men­ten wer­den deut­lich re­du­ziert und so­mit die Pa­ti­en­ten­ver­sor­gung qua­li­ta­tiv ver­bes­sert. Durch diese An­wen­dun­gen wird erst­ma­lig eine kos­ten­trä­ger­be­zo­gene Ver­brauchs­zu­ord­nung und -ver­rech­nung  mög­lich. Ins­ge­samt wird eine er­heb­li­che qua­li­ta­tive wie wirt­schaft­li­che Ver­bes­se­rung der lo­gis­ti­schen Pro­zesse in Kran­ken­häu­sern er­reicht.
EZ-Pharm

Part­ner im Ver­bund­pro­jekt „An­wen­dung elek­tro­ni­scher Echtheits-Zertifikate an Ver­pa­ckun­gen ent­lang der Phar­ma­ver­sor­gungs­kette“, RFID-Technologie.

 Pro­jekt­ziel

Ziel des Pro­jekts ist die Ent­wick­lung und pro­to­ty­pi­sche Um­set­zung ei­nes Kon­zepts, das die Ver­brei­tung von phar­ma­zeu­ti­schen Pla­gia­ten un­ter­bin­det.

Da der Spiel­raum zur Pro­dukt­ge­stal­tung spe­zi­ell in der Phar­ma­in­dus­trie bei ge­press­ten Ta­blet­ten und ab­ge­füll­ten Flüs­sig­kei­ten sehr ge­ring ist, sol­len die Ver­pa­ckun­gen phar­ma­zeu­ti­scher Pro­dukte mit Hilfe ei­nes elek­tro­ni­schen Sicherheits-Zertifikats auf Ba­sis von Ra­dio Fre­quency Iden­ti­fi­ca­tion (RFID) iden­ti­fi­ziert, ve­ri­fi­ziert und ihre Ver­wen­dung nach­ge­wie­sen wer­den. Auf der Ebene der Ein­zel­ver­pa­ckun­gen wird die voll­stän­dige Phar­ma­ver­sor­gungs­kette in­klu­sive al­ler Vertriebs- und Trans­port­wege, d.h. vom Her­stel­ler über den Groß­han­del so­wie Kran­ken­häu­ser, Apo­the­ken und Ärzte bis hin zum Pa­ti­en­ten be­trach­tet. Durch die­sen in­ter­dis­zi­pli­nä­ren An­satz sol­len die Me­di­ka­men­ten­si­cher­heit er­höht und Ge­sund­heits­schä­den ein­schließ­lich kos­ten­in­ten­si­ven Rück­ruf­ak­tio­nen ver­mie­den wer­den.

Pro­jekt­ge­stal­tung

Das ent­lang der Phar­ma­ver­sor­gungs­kette aus­ge­rich­tete Vor­ha­ben setzt sich aus den fol­gen­den zwei For­schungs­schwer­punk­ten zu­sam­men:

  • Lö­sungs­an­satz zur Er­stel­lung ei­ner ge­si­cher­ten Pro­zess­kette zum Schutz vor Pla­gia­ten Der Lö­sungs­an­satz zur Er­stel­lung ei­ner ge­si­cher­ten Pro­zess­kette be­steht darin, dass die ge­samte Phar­ma­ver­sor­gungs­kette von der Pro­duk­tion und Ver­pa­ckung über die Dis­tri­bu­tion durch Zwi­schen­händ­ler bis hin zum Pa­ti­en­ten für je­des in­di­vi­du­elle Pro­dukt lü­cken­los zu­rück­ver­folgt und die Pro­duk­to­ri­gi­na­li­tät an­hand ei­nes „elek­tro­ni­schen Echtheits-Zertifikates“ je­der­zeit ge­prüft wer­den kann. Rück­ver­fol­gung und Ori­gi­na­li­täts­prü­fung wer­den durch die Kom­bi­na­tion ei­nes Prozess- und Da­ten­mo­dells mit ei­ner Da­ten­ver­ar­bei­tungs­in­fra­struk­tur er­mög­licht. Der Ver­gleich der auf den Chips in der Ver­pa­ckung ge­spei­cher­ten Zeits­tem­pel und di­gi­ta­len Si­gna­tu­ren der Maß­punkte mit zen­tral ge­hal­te­nen Da­ten er­laubt die Er­zeu­gung ei­nes „elek­tro­ni­sches Echtheits-Zertifikates“, das an je­der be­lie­bi­gen Stelle der Pro­zess­kette zur Über­prü­fung der Iden­ti­tät und Ori­gi­na­li­tät ge­nutzt wer­den kann.
  • Lö­sungs­an­satz zur Her­stel­lung ei­ner elek­tro­ni­sch ge­si­cher­ten Ver­pa­ckung Der Lö­sungs­an­satz zur Her­stel­lung ei­ner elek­tro­ni­sch ge­si­cher­ten Ver­pa­ckung be­steht in der In­te­gra­tion ei­nes RFID-Tags in die in­di­vi­du­elle Me­di­ka­ment­ver­pa­ckung. Die An­tenne wird druck­tech­ni­sch auf die Ver­pa­ckung auf­ge­bracht und kann da­her, an­ders als bei Eti­ket­ten, nicht zer­stö­rungs­frei ent­fernt wer­den. Die RFID-Tags sind im Ge­gen­satz zu her­kömm­li­chen Kenn­zeich­nun­gen be­schreib­bar und er­mög­li­chen so­mit eine de­zen­trale Spei­che­rung der Rück­ver­fol­gungs­in­for­ma­tio­nen. Zu­sätz­lich zu der ver­teil­ten Da­ten­ver­wal­tung ist eine elek­tro­ni­sche Ver­schlüs­se­lung der In­for­ma­tion mög­lich. Ein wei­te­rer lo­gis­ti­scher Vor­teil er­gibt sich aus der Pulk-Schreiblesefähigkeit der RFID-Tags. Er­gän­zend zu der In­te­gra­tion des RFID-Tag in die Phar­ma­ver­pa­ckung sol­len auch be­währte Schutz­me­cha­nis­men (Kippfar­ben, Ho­lo­gramme, Mi­kro­schrift, etc.) be­rück­sich­tigt wer­den.

Wei­tere In­for­ma­tion fin­den Sie auf der Web­site des Pro­jek­tes.